Pneumologie - Schwerpunkt Intensivmedizin, Schlaf- und Beatmungsmedizin, COPD sowie Interstitielle Lungenerkrankungen

Chefarzt: Dr. med. Michael Westhoff

 

Die Schwerpunkte dieser Fachabteilung umfassen

  • Intensiv- und Beatmungsmedizin
  • Weaning von Langzeitbeatmeten
  • Schlafmedizin
  • obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD, Lungenemphysem, Asthma)
  • unspezifische Infektiologie
  • interstitielle sowie seltene Lungenerkrankungen
  • Erkrankungen mit kardio-pulmonalen Interaktionen
  • kardiopulmonale Funktionsdiagnostik
  • krankheitsbezogene endoskopische Diagnostik.

Im Team befinden sich 4 Fachärzte für Innere Medizin und Pneumologie, die z.T. die weitere Schwerpunktbezeichnung Kardiologie und die Zusatzbezeichnungen Schlafmedizin und Intensivmedizin besitzen.

 

  • Lungenödem
  • Beatmungsmedizin

Intensiv- und Beatmungsmedizin

Auf der Intensivstation werden Patienten mit akuten bedrohlichen Erkrankungen der Lunge behandelt.

Zum Einsatz kommen dabei u. a. folgende Verfahren:

  • Invasive Beatmung
  • Nicht-invasive Beatmung über Nasen-, Mund-Nasen-, Gesichtsmasken oder Beatmungshelm
  • Extrakorporaler Lung-Assist (ECLA)
  • Nierenersatzverfahren in Kooperation mit der Klinik für Anästhesiologie.

  

Weaning-Station

Weaning und Heimbeatmung

Für das Weaning - die Entwöhnung von der Langzeitbeatmung - besteht ein überregionaler Einzugsbereich. Die Weaningstation umfasst derzeit 9 Betten.

Auf der eigenständigen Heimbeatmungstation werden Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz auf eine nicht-invasive Heimbeatmung eingestellt.

Weitere Besonderheiten sind:

  • Unterstützung des ärztlichen Personals durch Atmungstherapeuten
  • Eigene Physiotherapie mit Frühmobilisation unter Einschluss von Mobilisationshilfen und Bewegungsapparaten
  • Aktuelle Beteiligung an einem bundesweiten von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie unterstützten und wissenschaftlich begleiteten Akkreditierungsverfahren
  • Sämtliche Zimmer mit Radio und Fernseher sowie kompletter Intensivausstattung.

Anmeldebogen zur Weaningstation / Intensivstation als Download hier!

   

Akkreditierung zum Weaningzentrum

Zertifikat Weaningzentrum

Seit mehreren Jahren hat sich die Lungenklinik Hemer im Bereich der Beatmungsmedizin und speziell der Beatmungsentwöhnung (engl. Fachbegriff „Weaning“) weiter spezialisiert. Sowohl regional als auch überregional werden langzeitbeatmete Patienten zur Beatmungsentwöhnung auf die Weaningstation der Lungenklinik übernommen. Diese Bemühungen haben dazu geführt, dass das Weaningzentrum im Juli 2010 mit als eines des ersten in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin akkreditiert wurde. Voraussetzungen hierfür sind Mindeststandards in der personellen, apparativen und strukturellen Ausstattung eines Zentrums, aber auch entsprechende Qualitätsansprüche hinsichtlich der Versorgung der langzeitbeatmeten Patienten. Das Team um den zuständigen Chefarzt Herrn Dr. med. Michael Westhoff, Frau Silke Neumann-Rosenkranz als Stationsleitung und Herrn Jan Grothe als Atmungstherapeut musste sich dabei einem anspruchsvollen Akkreditierungsverfahren unterziehen, das mit der Urkunde der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie besiegelt wurde.

Entsprechend dem Leitbild der Klinik kommt es dem Team ganz besonders auf eine patientenzentrierte Medizin an, die eine umfassende Betreuung von Patienten und Angehörigen gewährleistet. Dabei steht die Qualität der Versorgung jedes einzelnen, und nicht allein die absolute Zahl der umsorgten Patienten im Vordergrund des medizinischen Handelns. Insbesondere für Patienten mit schwerst beeinträchtigter Atmung ist es wichtig, das Augenmerk auf die Lebensqualität zu richten. Dies gilt für die Zeit in der Klinik, aber auch nach der Entlassung, speziell wenn eine Fortführung der Beatmung im außerklinischen Bereich erforderlich ist. Dabei ist eine enge und funktionierende Zusammenarbeit von Medizinern, Pflegenden, Angehörigen und dem Sozialdienst erforderlich.

Einen Infoflyer zu unserem Weaningzentrum finden Sie hier.

  • Patientenvorbereitung
  • Überwachung Schlafmedizin
  • Überwachung Schlafmedizin

Schlafmedizin

Das Schlaflabor besteht seit 1993,  ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin akkreditiert und bietet 11 exklusive Einzelzimmer zur Polysomnographie.

Besonderheiten:

  • 3 Fachärzte mit Zusatzweiterbildung Schlafmedizin
  • Rund-um-die-Uhr-Versorgung, auch am Wochenende und an Feiertagen (außer  Weihnachten, Silvester, Neujahr) durch Fachkräfte
  • Ausgewiesen Erfahrung in der Diagnostik und Therapie komplexer schlafbezogener Atemstörungen sowie Atemstörungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz
  • Enge Kooperation mit den niedergelassenen Kardiologen der Region

 

Folgende Erkrankungen werden diagnostiziert und behandelt:

  • Klassische obstruktive Schlafapnoe
  • Komplexe schlafbezogene Atemstörungen
  • Zentrale schlafbezogene Atemstörungen
  • Overlap-Syndrome bei Patienten mit begleitender COPD oder Obesitas-Hypoventilation
  • Parasomnie
  • Insomnien

  

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Lungenemphysem

Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und Lungenemphysem werden umfassend diagnostiziert und behandelt.

Hierbei kommen zum Einsatz:

  • Lungenfunktionsdiagnostik (Bodyplethysmographie, Diffusionsmessung, Atempumpenmessung, Blutgasanalysen)
  • Belastungsuntersuchungen (Gehteste, Spiroergometrie)
  • Bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, Szintigraphie) in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin
  • Enzymsubstitution bei auf Enzymmangel beruhendem Lungenemphysem
  • Interventionelle Therapien bei Emphysem - gemeinsam mit dem Schwerpunkt Thorakale Endoskopie

  

Unspezifische Infektiologie, interstitielle und seltene Lungenerkrankungen

Hierzu zählen Bronchial- und Lungenerkrankungen durch Viren, Bakterien oder Pilze, Lungengerüsterkrankungen und Systemerkrankungen mit Lungenbeteiligung wie u. a.

  • Pneumonien (Lungenentzündung)
  • Sarkoidose
  • exogen allergische Alveolitis
  • idiopathische interstitielle Pneumonien (Lungenfibrosen)
  • Vaskulitiden
  • rheumatische Erkrankungen mit Lungenbeteiligung
  • granulomatöse Erkrankungen.
Unspezifische Infektiologie

Dabei kommen neben spezieller Labordiagnostik, Funktionsteste und Bildgebung folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Bronchoskopie
  • BAL
  • Endobronchialer Ultraschall mit Lymphknotenpunktion
  • Transbronchiale Lungenbiopsie
  • in Kooperation mit den Kliniken für Thoraxchirurgie und Anästhesiologie offene Lungenbiopsien mittels „Schlüssellochchirurgie“

  

Lungenfuntkionsprüfung

Kardio-pulmonale Erkrankungen und kardiopulmonale Funktionsdiagnostik

3 Fachärzte für Innere Medizin und Pneumologie  in der Lungenklinik besitzen zusätzlich die Schwerpunktbezeichnung Kardiologie.

Im Vordergrund steht die Diagnostik und Behandlung von

  • Lungenembolien (akut und chronisch)
  • Lungenhochdruck einschließlich Medikamententestung mittels Rechtsherzkatheterdiagostik
  • Rechts- und/oder Linksherzinsuffizienz
Spiroergometrie

Für  die  Diagnostik, speziell auch vor geplanten Lungenoperationen, stehen folgende Untersuchungsverfahren zur Verfügung:

  • Sonographie
  • Farbdopplerechokardiographie
  • Transösophageale Echokardiographie
  • Rechtsherzkatheter
  • Lungenfunktionsdiagnostik (Bodyplethysmographie, Diffusionsmessung, Atempumpenmessung, Provokationsteste
  • Belastungs-EKG
  • Spiroergometrie, einschließlich neuer mobiler Messverfahren

 

Letzte Änderung: 01.02.2012

Fortbildungen für Pflegepersonal - Programm 2012

LKH_FortbildungPflege_2012.pdf

In der Lungenklinik Hemer

29. Februar 2012 - 1. Frühjahrs-Update Pneumo-Onkologie

Einladungsflyer_PneumoOnko_2012-02-29.pdf

29.02. in Iserlohn

AnmeldungFax_PneumoOnko_2012-02-29.pdf

4. Mai 2012 - EBUS-TBNA-Kurs

9. Mai 2012 - ELVR - Endoskopische Lungenvolumenreduktion

11. Mai 2012 - ICH-GCP-Refresher

27. Juni 2012 - Post-ASCO

26. Oktober 2012 - EBUS-TBNA-Kurs